103. MARKANT Handels-Forum Food

Veranstaltung
13.03.2013 bis 14.03.2013
DE Karlsruhe
103. MARKANT Handels-Forum 103. MARKANT Handels-Forum Food

Das MARKANT Handels-Forum Food hat die Herausforderungen der Branche thematisiert. Eine Erkenntnis: Multichannel wird immer wichtiger – und Kooperation bietet hierbei Chancen.

Kooperation ist die Zukunft

Gelebte Kooperation: Hierfür steht MARKANT mit ihren Dienstleistungen. Das 103. MARKANT Handels-Forum Food Mitte März in Karlsruhe bot Herstellern eine hervorragende Gelegenheit, an zwei Tagen mit zahlreichen Einkäufern des Handels ins Gespräch zu kommen. Viele Geschäftsführer der Industrieunternehmen nutzten diese Möglichkeit.

Eine Branche im Wandel

Diskutiert wurde auch über die Herausforderungen der Branche: Der Handel befindet sich im Wandel, so die übereinstimmende Meinung von Kaufleuten und Herstellern – Multichannel, also die Verflechtung unterschiedlicher Vertriebskanäle wie stationär und online, werde immer wichtiger. Im Vorfeld des Handels-Forums lieferten Fachvorträge den MARKANT Mitgliedsunternehmen Lösungsansätze.

Unter anderem dabei im Blickpunkt: die zunehmende Nutzung von Smartphones beim Einkauf. Laut René Bellack, Nielsen-Telekommunikationsexperte, werden Smartphones für Verbraucher immer wichtiger. 42 Prozent der deutschen User browsen auf mobilen Websites und/oder Apps nach Produkten. 38 Prozent der Smartphone-Nutzer vergleichen Preise online, während sie in einem Shop einkaufen.

Stichwort Multichannel: Angesichts steigender Kosten und des logistischen Mehraufwands sind Handelskooperationen klar im Vorteil. Dies betonte Ulrich Eggert, Unternehmensberater und Zukunftsforscher, in seinem Fachvortrag. Demnach haben im Handel in Zukunft nur noch Gruppen eine Chance. Diese erfolgreichen Kooperationen würden sich im Markt halten und wachsen.

Gelebte Kooperationen

Der Erfolg von Kooperation zeigte sich auch auf dem zweitägigen Handels-Forum: Zahlreiche neue Lieferanten präsentierten den Einkäufern des Handels ihre Produkte. MARKANT demonstrierte zudem eine Verbundplatzierung zum Waren-Schwerpunkt „Hot Dog“, die dem Handel in der Kombination starker Markenartikler zusätzliche Umsätze verspricht: Bei der Verkostungsaktion „Hot Dog“ können Verbraucher die Zutaten selbst kombinieren. Hersteller wie Meica, Heinz und Kühne liefern die entsprechenden Produkte.

Ein Beispiel für gelebte Kooperation bildete eine Informations-Veranstaltung zum Thema Kosmetikverordnung, die im Juli 2013 in Kraft tritt. In einem Workshop diskutierte MARKANT mit Handelspartnern über die Herausforderungen der Verordnung und die Vorgehensweise am Point of Sale. Für den Erfolg am Point of Sale lieferte das Handels-Forum Food den Einkäufern des Handels und den Lieferanten wie gewohnt eine Plattform zur Kommunikation und Abstimmung.

Der traditionelle MARKANT Treff am Abend des ersten Veranstaltungstages stand unter dem Motto „Mit Schwung in den Frühling“. Hersteller und Einkäufer der Handelsunternehmen nutzten den Abend zum Gedankenaustausch abseits des Tagesgeschäfts – ein Beispiel für gelebte Kooperation bei MARKANT.

25 Jahre MARKANT AG

Das nächste Handels-Forum findet unter besonderen Vorzeichen statt: Die Aktivitäten auf der Veranstaltung werden sich rund um das 25-jährige Bestehen der MARKANT AG drehen. Geplant ist unter anderem ein Gemeinschaftsforum mit Food- und Nonfood-Ausstellern. Termin für das 104. MARKANT Handels-Forum Food ist der 25. und 26. September 2013.

Kräfte bündeln

Einen Blick in die Zukunft hat Ulrich Eggert auf dem MARKANT Handels-Forum Food riskiert. Seine Prognose für den Handel: Kooperationen spielen ihre Stärke aus, weil sie Kräfte bündeln.

Der klassische Lebensmittelhandel bekommt Konkurrenz: Immer mehr Händler setzen laut Ulrich Eggert auf „Category Migration“, also die Kopplung von Warengruppen. Ob Wein im Baumarkt, Drogeriewaren und Functional Food in Apotheken oder Backwaren im Blumenladen: „Alle denkbaren Kombinationen werden irgendwo getestet“, so Eggert.                            

Gleichzeitig entstehe eine „unendliche Verkaufsfläche“ im Internet: „Multichannel ist das Thema der Stunde, denn ohne Smartphone und Apps geht heute gar nichts mehr.“ Zukunftsmodelle sind laut Eggert Drive-in-Konzepte, kooperative Zustellung oder Einkaufen auf Basis von QR-Code-Scanning. Selbst der Lebensmittelhandel, bei E-Commerce eine eher untergeordnete Größe, hat seinen Umsatz im interaktiven Handeln 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent gesteigert. Die Zukunft des Einkaufens wird laut Ulrich Eggert aus Verbrauchersicht völlig anders aussehen als noch vor zehn Jahren.

Zum „Multichannel Retailing“ gehörten unter anderem mobile Bestellmöglichkeit, Online-Bezahlung und Aftersale-Services. „Wenn Sie das nicht anbieten, dann sucht sich der Kunde von morgen einen anderen Anbieter.“ Angesichts stagnierender Märkte, steigender Kosten und erhöhter Konkurrenz steht der Handel laut Ulrich Eggert vor großen Herausforderungen. Die Lösung sieht der Experte in Handelskooperationen: „Durch Kooperationen können Handelsunternehmen Risiken mindern und Kräfte bündeln. So gelingt es, die entstehenden Kosten an die neue Marktsituation anzugleichen.“