4. Informationstag MARKANT Syntrade

Veranstaltung
28.03.2012
CH Olten
 4. Informationstag MARKANT Syntrade

Mehr als 300 Entscheider aus Handel und Industrie haben den 4. MARKANT Syntrade Informationstag in Olten als Plattform genutzt. Die Resonanz zeigt: MARKANT Syntrade ist eine feste Institution im Schweizer Detailhandel.

Feste Institution in der Schweiz

MARKANT Syntrade hat ihre Position im Schweizer Detailhandel gefestigt. Als dritte Kraft im Schweizer Markt konnten zuletzt Cash+Carry Angehrn und Spar als neue Mitglieder gewonnen werden. „MARKANT Syntrade ist eine feste Institution in der Detailhandelsbranche“, betonte Franz-Friedrich Müller,  Geschäftsführer MARKANT AG.

Laut Müller braucht der Schweizer Handel verlässliche Kooperationen, um auch weiter unabhängig zu bleiben. Mit ihren Dienstleistungen sei MARKANT ein Vorbild in puncto  Wertschöpfung. Die Dienstleistungen sorgten für Einsparpotenzial bei den Mitgliedern und würden weiter ausgebaut.

Verlässliche Kooperation
Beispiel Nonfood-Sortiment: Die MARKANT Zentralmusterungen in Worms bieten eine effiziente Plattform zur Warenbeschaffung und Vermarktung. Die Mitglieder aus Österreich und der Schweiz sollen künftig in die Zentralmusterungen stärker eingebunden werden. Die europäische MARKANT Gruppe verfügt mit mehr als 3.800 Lieferanten über eine hohe Nonfood-Kompetenz. Dieses Pfund möchte Jos Lanen auch in der Schweiz nutzen. Der Geschäftsführer von MARKANT Syntrade will die Zahl der Nonfood-Industrievertragspartner bis 2013 verdoppeln – von 150 auf dann 300.

Auf dem 4. Informationstag stand auch die Entwicklung des Schweizer Detailhandels im Mittelpunkt.
Grenztourismus und sinkende Konsumstimmung haben laut Thomas Hochreutener, Direktor Handel der GfK Switzerland, 2011 zu einem Umsatzeinbruch im Schweizer Detailhandel geführt. Bei insgesamt stagnierenden Umsätzen reiße der Discount immer mehr Marktanteile an sich.

Franz-Friedrich Müller verwies auf sich verändernde Rahmenbedingungen in Europa. Die für 2014 geplante EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) für mehr Transparenz bei der Produktkennzeichnung wirke sich auch auf die Schweiz aus. Über weitere Herausforderungen sowie die Schweiz als Marke diskutierten in Olten namhafte Redner.

Schweizer Marken und Menschen
Der Grenztourismus bleibt ein heißes Thema im Schweizer Detailhandel. Dabei spielt der starke Franken eine bedeutende Rolle. Doch laut Prof. Dr. Christian Belz, Ordinarius für Marketing an der Universität St. Gallen, geht es nicht nur um den Preis. „Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht einreden: Bei uns gibt es das große Erlebnis vom schönen und attraktiven Einkaufen, und über der Grenze bekommt der Kunde nur den Preis angeboten“, so Belz. Dies sei bei weitem nicht so. Auch jenseits der Grenze legten die Kunden ganz klare Attraktivitätskriterien an. Doch sollte der Einkaufstourismus gesetzlich reglementiert werden? Gerold Bührer, Präsident Economiesuisse, hält dies für den falschen Weg: „Es ist nicht Sache der Politik, den Grenztourismus zu verbieten.“ Auch der renommierte Wirtschaftsjournalist und Wall-Street-Korrespondent Jens Korte warnte vor protektionistischen Tendenzen.

Die Schweiz als Marke
Als Marke werde die Schweiz weltweit respektiert und als sympathisch wahrgenommen, betonte Prof. Belz. „Es gibt ganz wenige Länder, die ein solches Image haben“, so der Marketingexperte. Laut Gerold Bührer sollte der Schweizer Handel die Trümpfe des Landes nutzen. „Wir sind offen, innovativ und verlässlich. Und wir sollten auch als Marke einzigartig bleiben“, so Bührer.