5. Informationstag MARKANT Österreich

Veranstaltung
20.10.2016
AT Wien
5. Informationstag MARKANT Österreich 5. Informationstag MARKANT Österreich

Auch in diesem Jahr bildete das Palais Ferstel in Wien die inspirationsreiche Kulisse für den 5. Informationstag der MARKANT Österreich. Im Fokus stand die Notwendigkeit eines wechselseitigen Dialogs als Voraussetzung für gemeinsamen Erfolg.

Erfolg durch Dialog

Mehr als 300 Vertreter aus Industrie und Handel nahmen an der Veranstaltung teil. Franz-Friedrich Müller, Geschäftsführer der MARKANT AG, eröffnete den Informationstag und stimmte die Teilnehmer mit einem Zitat des Dalai Lama auf den Leitgedanken des Tages ein: „Es ist besser, nicht auf seinen persönlichen Ansichten zu beharren, sondern in einen Dialog zu treten“. Der gemeinsame Dialog bilde auch die Basis der Kooperation innerhalb der MARKANT, erklärte Franz-Friedrich Müller. Auf dieser Grundlage könnten auch Herausforderungen wie die Digitalisierung oder immer wieder neue Kennzeichnungsvorschriften gelöst und Chancen ergriffen werden, etwa die Expansion in neue Märkte.

Moderatorin Nadja Mader führte anschließend durch eine kurzweilige wie impulsgebende Mischung hochkarätiger Vorträge.
Dr. Andreas Nentwich, Geschäftsführer der MARKANT Österreich, berichtete über die aktuellen Leistungen und Erfolge der MARKANT Österreich und hob gleichzeitig den weiteren Ausbau der Dienstleistungen als entscheidend für die Zukunft hervor. Nur so bleibe die Landesgesellschaft fit für neue Mitglieder. Einen umfassenden Einblick, wie sich derzeit die Märkte entwickeln und welche Foodtrends die österreichische Handelslandschaft besonders prägen, gab Ulf Schätzel von der GfK Österreich. Deutlich zeige sich die anhaltende Zustimmung zu Bio-Produkten – aber auch „Free from“ und „Vegetarisch/Vegan" seien von der GfK Österreich als innovative Trends mit attraktivem Marktpotenzial identifiziert worden, so Schätzel. Das Resümee des Experten: Der österreichische Handel sei im Hinblick auf die aktuellen Konsumentenbedürfnisse bestens aufgestellt.

Prof. Dr. Armin Nassehi ermunterte die Zuhörer, die Komplexität der modernen Welt als Chance zu begreifen, die flexible Lösungen und ein Denken in Wechselwirkungszusammenhängen erfordere. Nach Ansicht des Soziologen sollte Komplexität nicht vermieden, sondern entfaltet werden – denn die strikte Vermeidung von Komplexität erzeuge zwar Stabilität, die aber ab einem gewissen Punkt handlungsunfähig mache. Der Professor für Soziologie bereite mit seinem Vortrag den Einstieg in zwei weitere komplexe Inhalte des Informationstages: Zum einen die oft schwierigen Beziehungen zwischen Politik und Wirtschaft, für die Prof. Dr. Peter Filzmaier Wege zu mehr Miteinander zeigte. Zum anderen das Plädoyer des früheren deutschen Außenministers Joschka Fischer zur Fortführung des Integrationsprozesses der EU. In seinem Vortrag „Scheitert Europa?" bezog der Politiker Stellung zum aktuell brisanten Thema und machte deutlich, dass eine gemeinsame europäische Zukunft für ihn die einzige Lösung sei, um Frieden und Wohlstand dauerhaft zu erhalten.