6. Informationstag MARKANT Österreich

Veranstaltung
18.10.2017
AT Wien
6. Informationstag MARKANT Österreich 6. Informationstag MARKANT Österreich

Die nunmehr sechste Ausgabe des Informationstags der MARKANT Österreich fand auch in diesem Jahr wieder in der prachtvollen Kulisse des Palais Ferstel mitten in der Wiener Innenstadt statt.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Rund 300 geladene Top-Manager aus Industrie und Handel nahmen an der Veranstaltung vom 18. Oktober 2017 teil. Moderatorin Nadja Mader führte durch eine impulsgebende Mischung hochkarätiger Vorträge, die neue Perspektiven aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik boten.

Zu Beginn betonte Franz-Friedrich Müller, Geschäftsführer der MARKANT Handels-und Industriewaren-Vermittlungs AG, die unumgängliche Notwendigkeit gemeinsamen Handelns – ob auf politischer Ebene oder in der Wirtschaft. Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit bestehe, sei es sinnlos, miteinander Pläne zu machen, so Müller. „Eine funktionierende Kooperation beruht auf Weitergabe und Empfang von Informationen. Wissen vermehrt sich, wenn man es teilt." Die Grundpfeiler dieses gemeinsamen Wissens beruhten innerhalb der MARKANT auf dem gemeinsamen Datenpool, der allen Mitgliedern zur Verfügung steht. Zentrale Erfolge dieses Dienstleistungsangebots beschrieb Thomas Zechner, seit 1. September 2017 Geschäftsführer der österreichischen Länderorganisation. Die MARKANT Österreich habe in den ersten drei Quartalen dieses Jahres mit einem Wachstum ihres Regulierungsumsatzes von knapp sieben Prozent ein Ergebnis weit über dem Branchendurchschnitt erzielt.

Einen Überblick über aktuelle Trends im österreichischen Handel bot der Vortrag von Ulf Schätzel der GfK Österreich. Die wesentlichen Ergebnisse: Handelsmarken sind weiter im Steigen, dagegen ist die Anzahl der Aktionen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Diskonter verzeichnen Zugewinne, während insgesamt die Einkaufshäufigkeit zurückgeht.

Wie sich Amazon konsequent am digitalen Kunden ausrichtet, zeigte das Referat von Dr. Manfred Blümel. Am Beispiel von Amazon beschrieb der CEO von Zeitgeist Research eine Unternehmenskultur, die die Bedürfnisse des Kunden kompromisslos umsetzt – bis hin zum leeren Stuhl neben Unternehmenschef Jeff Bezos in Meetings, der für den „König Kunden" reserviert sei.

Einen Blick in die vermutlich schon sehr nahe Zukunft warf Professor Konrad Paul Liessmann mit Überlegungen zum Umgang mit künstlicher Intelligenz. Sein Fazit: Roboter, selbstfahrende Autos oder intelligente Software können vieles erleichtern – es müsse aber klare Regeln über ihren Einsatz geben. Sonst bestehe die Gefahr, dass künstliche Intelligenz eines Tages den Menschen beherrsche.

Die weltpolitische Bedeutung Europas – und damit den Zirkelschluss zum Postulat des gemeinsamen Handelns – beschrieb Professor Günter Verheugen, ehemaliger Vizepräsident der EU-Kommission. Vor allem Massenvernichtungswaffen, die weltweit wachsende Ungleichheit, Klimawandel und kulturelle Konflikte seien Herausforderungen, auf die Europa eine gemeinsame Antwort finden müsse. Die EU brauche „ein politisches, wirtschaftliches und militärisches Gewicht", um auch künftig ihre Position zu behaupten.