Erfolg trotz Schlecker-Aus

Pressemitteilung
08.10.2013
Presse Header Erfolg trotz Schlecker-Aus

Die MARKANT Finanz AG ist mit ihren Kerngeschäftsfeldern Factoring und Kundeneinlagen gut aufgestellt. Trotz Schlecker-Insolvenz konnte das Unternehmen auch 2012 kräftig wachsen.

Mit dem Schlecker-Aus hat die MARKANT Finanz AG im vergangenen Jahr auch einige Factoring-Partner verloren. Aufgrund der langen Zahlungsziele waren die Schlecker-Lieferanten geradezu prädestiniert für Factoring, nach wie vor eines der Hauptgeschäftsfelder der MARKANT Finanz AG.

Trotzdem ist es dem Unternehmen gelungen, den Umsatzverlust zu kompensieren – mit neuen Factoring-Kunden seitens der Industrie. Eine bedeutende Rolle kam dabei den Lieferanten aus dem Drogeriewarenumfeld zu, die sich – sensibilisiert durch die Schlecker-Pleite – besonders für Factoring-Vorteile wie Planungssicherheit und Liquidität interessierten. 

Weitere Gründe für die steigende Nachfrage: Durch die schnelle Zahlung der Forderungen lassen sich Bilanzen verkürzen und somit Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote verbessern. „Da wir das Risiko im Forderungsausfall übernehmen, ist die Nachfrage derzeit groß“, erklärt Andrin Hofmann, Delegierter des Verwaltungsrates. Das belegen auch die aktuellen Zahlen. Im ersten Halbjahr 2013 konnte die MARKANT Finanz AG ihren Umsatz bereits um mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern.

„Wir haben Schlecker kompensiert“

Durch Schlecker hatten die Mitarbeiter der MARKANT Finanz AG alle Hände voll zu tun. Andrin Hofmann, Delegierter des Verwaltungsrates, im Interview.

Herr Hofmann, wie geht es der MARKANT Finanz AG ein Jahr nach dem Schlecker-Aus?
Die Schlecker-Pleite war durchaus eine Belastung für uns. Wir sind mit zwölf Personen sehr schlank aufgestellt, das Geschäft musste trotz aller Turbulenzen rund um Schlecker wie gewohnt weiterlaufen. Das hat im vergangenen Jahr erstaunlich gut funktioniert. Finanziell gesehen haben wir den Verlust nicht nur vollständig aufgeholt, sondern sogar überkompensiert.

Verraten Sie uns konkrete Zahlen?
Letztlich haben wir in 2012 rund eine Milliarde Euro mehr Umsatz mit Factoring gemacht als im Jahr zuvor. Wir haben somit die 400 Millionen Euro Factoring-Umsatz der Schlecker-Lieferanten mehr als aufgewogen.

Wie haben Sie das geschafft?
Schlecker war der zweitgrößte MARKANT-Kunde mit einem Verrechnungsumsatz von zwei Milliarden Euro. Einen nicht unbedeutenden Teil dieses Verrechnungsumsatzes haben wir über Factoring abgewickelt. Sprich: Dieser Umsatz hat uns nach der Schlecker-Insolvenz gefehlt. Trotzdem ist es uns gelungen, den Verlust zu kompensieren – mit neuen Factoring-Kunden seitens der Industrie. Unser Vorteil war dabei, dass viele der Lieferanten durch die Schlecker-Pleite besonders für das Thema Sicherheit sensibilisiert waren.

Aus welchen Bereichen kamen die neuen Kunden?
Wir haben logischerweise viele Industriepartner aus dem Drogeriemarktbereich für das Thema sensibilisiert und gewonnen. Außerdem konnten wir bei den Baumärkten wachsen.

Welche Vorteile hat die Industrie überhaupt durch Factoring?
Im Prinzip handelt es sich beim Factoring um ein „Rundum-Sorglos-Paket“. Wir kaufen von Industrieunternehmen vorfällig Forderungen an, die diese gegenüber unseren Mitgliedern haben und die über die Zentralregulierung der MARKANT abgewickelt werden. Das Unternehmen kann die Forderungen bereits am Montag nach erfolgter Regulierung ausbuchen. Gleichzeitig erfolgt der Geldfluss. Damit sorgt das Factoring in einem Schritt für Planungssicherheit und Liquidität.

Wollen Sie Ihr Factoring-Konzept noch weiter ausbauen?
Ja, wir wollen weiter wachsen, nicht nur was die Bilanzsumme und das Geschäft betrifft, sondern auch beim Personal. Derzeit bearbeiten wir vor allem den deutschen Markt. In der Schweiz und in Österreich stehen wir erst am Anfang, in Tschechien haben wir die ersten Verträge abgeschlossen. Im Ausland sehen wir demnach noch viel Potenzial.