9. Informationstag Markant Österreich

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Nach zweijähriger pandemiebedingter Pause fand der neunte Informationstag der Markant Österreich am 20. Oktober 2022 statt. Über 250 Partner der Markant aus Handel und Industrie folgten der Einladung in das beeindruckende Palais Ferstel in Wien. Die Teilnehmer erwarteten hochkarätige Referenten und interessante Themen aus den Bereichen Handel, Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Politik.

Wir stehen für Mittelstand und Vielfalt

Die österreichische Fernseh- und Radiomoderatorin Nadja Mader begrüßte das Publikum und bat zu Beginn die beiden Geschäftsführer der Markant AG, Dominik Scheid, und der Markant Österreich, Thomas Zechner, für ein gemeinsames Interview auf die Bühne. Die beiden Geschäftsführer gaben dabei einen kurzen Rückblick über die vergangenen Jahre und erläuterten, welche Dienstleistungen in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden.

Thomas Zechner akzentuierte dabei die positive wirtschaftliche Entwicklung: «Die Umsatz-Entwicklung in den vergangenen drei Jahren war grundsätzlich sehr ausgewogen, auch dank der heterogenen Zusammensetzung. Der Einzelhandel hat sich sehr gut entwickelt, während die Geschäftszweige der Gastronomiebelieferungen in den Jahren 2020 und 2021 stark gelitten haben, jedoch im Jahr 2022 wieder stark zulegen konnten. Wir sehen im Vergleich zu 2019 wieder einen sehr positiven Trend und werden auch im laufenden Jahr nochmals deutlich zulegen können.» Auch in den weiteren Ländern in ganz Europa, betonte Scheid, ist eine positive Entwicklung zu verzeichnen: «Besonders freut uns auch, dass in Osteuropa eine echte Dynamik entsteht, denn hierbei handelt es sich um einen unserer großen Zielmärkte. Wir glauben, dass hier noch große Potenziale für das Markant Erfolgssystem liegen.»

Beide Geschäftsführer sind sich einig, das Dienstleistungsportfolio soll auch in Zukunft weiter ausgebaut und an die Bedürfnisse der Partner angepasst werden. «Effizienz- und Produktivitätssteigerung sind dabei enorm wichtig. Zudem verlangen die aktuellen Zeiten nach einer klaren Strategie, aber auch nach Werten in der Zusammenarbeit», so Scheid. «Und die Werte der Markant sind Vertrauen, Kooperation und Fortschritt.»

Darüber hinaus verwies Zechner auf die meistgenutzten Services der Markant in Österreich und präsentierte dabei unter anderem eine Neuheit im Portfolio. Eine eigens entwickelte App-Lösung ermöglicht das einfache und schnelle Erstellen von Produkt-Bildern und bietet ebenso einen Bildbearbeitungsservice. Dies bietet den Partnern eine kosteneffiziente Lösung zur Optimierung der Bildqualität. Ergänzend verwies Scheid noch auf das immer wichtiger werdende Thema der Cyber-Sicherheit und machte deutlich, dass die Markant für sich selbst den Serviceauftrag definiert hat, die Resilienz und Widerstandsfähigkeit unserer Kunden zu verbessern. Der Fokus liegt dabei besonders auf dem Krisenmanagement und Erhalt des Notbetriebs, wofür eigens ein digitaler Krisenraum eingerichtet wurde.

Scheid hob zudem hervor, dass die Teilnahme der Partner am Informationstag zeige, dass ein Vertrauen in die Kooperation besteht. «Wir glauben, dass Markant die einzige Alternative zu den multinationalen Handelskonzernen ist, die in Amerika, England oder Frankreich beheimatet sind. Wir stehen für Mittelstand und Vielfalt, und zwar auf beiden Seiten: Auf der Industriepartner- wie auch auf der Handelspartnerseite.»

 

Hochkarätige Referenten

Als Eröffnungsredner brachte Dr. Marc Knuff, Global Director Retail Consumer Panels & Services von der GfK, dem Publikum mit seinem Vortrag zum Thema «Nachhaltigkeit in Zeiten von hoher Unsicherheit & Inflation» die Auswirkungen der Krisensituation auf das nachhaltige Verhalten der Konsumenten näher. Dabei ging er unter anderem auf den Einfluss der Lebenshaltungskostenkrise ein und untermauerte seine Thesen mit Daten und Zahlen aus aktuellen Studien der GfK.

Hanno Settele, ORF-Journalist, beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Frage: «Ende der Wende? Wie viel Nachhaltigkeit man sich noch leisten kann.» und beleuchtete dabei die verschiedenen Möglichkeiten, die aktuelle Energiekrise zu bewältigen. Dabei ging er auf nachhaltige und abgeschafft-geglaubte Optionen und deren Vor- sowie Nachteile ein.

Nach einem gemeinsamen Lunchbuffet, bei welchem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer austauschen und neue Bekanntschaften machen konnten, ging es mit der zweiten Kongresshälfte weiter.

Danach referierte die ehemalige EU-Außenkommissarin und Außenministerin a. D., Dr. Benita Ferrero-Waldner zum Thema «Wie Eco ist Öko? – Kreislaufwirtschaft für ein wettbewerbsfähiges Europa» und beschäftigte sich dabei intensiv mit dem Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft der EU.

Der Frage «Wie gestalten wir den Umgang mit Nonstop-Crisis?» ging die amerikanische Journalistin und Kommentatorin, Dr. Melinda Crane, in ihrem Vortrag nach. Zunächst bot sie einen Überblick über die aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Geopolitik, Energie, Sozioökonomie und Klima und skizzierte einige wichtige Auswirkungen. Des Weiteren stellte sie Verknüpfungen zwischen den einzelnen Krisen her und sprach über Ansätze zur Bewältigung eben dieser.

Abschlussreferent Dr. Christoph Leitl, Ehrenpräsident der europäischen Wirtschaftskammer EUROCHAMBRES gab in seinem Vortrag «Wohin steuert Europa?» den Teilnehmenden einen Ausblick auf die kommende Zeit und betonte dabei, wie Europa durch die Förderung der Stärken und individuellen Talente ans Ziel gelangen kann.

Thomas Zechner betonte zum Schluss: «Wir sind Teil der Lösung. Wir können entgegenwirken und dabei helfen, diese Herausforderungen positiv zu meistern.» Er bedankte sich bei allen Vortragenden, bei den Organisatoren und der Moderatorin sowie bei allen Teilnehmenden und gab direkt den Termin für das kommende Jahr bekannt: 12.10.2023!

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